
Der Philosoph und Physiker Dr. Dr. Martin Balluch ist Obmann und Kampagnenleiter des österreichischen Vereins Gegen Tierfabriken
Martin Balluch studierte Mathematik, Physik, Astronomie und Philosophie an den Universitäten Wien und Heidelberg und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Cambridge tätig. Heute widmet er sich ganz dem Tierschutz und wurde in diesem Zusammenhang am 21. Mai 2008 zusammen mit neun anderen Aktivisten unterschiedlicher Tierschutzorganisationen im Zuge einer österreichweiten Razzia durch die Polizei festgenommen. Den festgenommenen Tierschutzaktivisten wird von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Am 2. September 2008 wurde Martin Balluch gemeinsam mit den bis dahin noch acht übrigen Inhaftierten auf Weisung der Oberstaatsanwaltschaft Wien aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Verhaftung von Martin Balluch und den anderen Tierschützern wurde international kritisiert und führte insbesondere zu einer öffentlichen Diskussion über den zugrunde liegenden so genannten „Mafiaparagraphen“ (§278a StGB, „Kriminelle Organisation“). (more…)
Tierversuche, bzw. ihre Richtigkeit oder Notwendigkeit, werden immer stärker diskutiert. Angeregt wird diese Diskussion meist von Seiten des Tierschutzes, nicht selten wird sie sehr hitzig geführt. Es existieren aber nur vereinzelt Aussagen und Meinungen zum Thema aus Sicht der Praktiker, also von Menschen, die Tierversuche durchführen, sie für richtig, ja notwendig halten.
Wir hatten die seltene Gelegenheit mit einem tierexperimentell arbeitenden Doktoranden über seine Arbeit und die Problematik der Tierversuche zu sprechen. Die Antworten gab Patrick Harenberg, ein Medizinstudent der Universität Heidelberg, der auch in der Fachschaft engagiert ist. Die Fragen formulierten Bernd Schälling, Alexandra Breunig, Florian Fruth und Jürgen Schneele. (more…)
Tierrechts- und Tierschutzorganisationen vertreten oft radikale Postitionen. Meist sind ihre Forderungen noch weit von realen Zuständen entfernt und werden nicht selten in der Öffentlichkeit nicht verstanden oder belächelt.
Wie entstehen diese Postionen? Warum werden sie von Anhängern des Tierschutzes so vehement gefordert? Wie kann eine Annäherung von Tierschützern an die Wissenschaften gelingen? Was wünschen sich Tierschutzorganisitionen von den Wissenschaften, um ihre Ziele zu erreichen?
Es gibt viele offene Fragen. Im Interview mit Dr.-Ing. Kurt Simons, dem Vorsitzenden des Bundesverbands “Menschen für Tierrechte e. V.” und Dr. med. vet. Corina Gericke vom Bundesverband “Ärzte gegen Tierversuche e. V.” versucht Jürgen Schneele, ein paar Antworten zu bekommen. (more…)
Ein Interview mit Herrn Dr. rer. nat. Rainer Nobiling, Tierschutzbeauftragter und Professor am Institut für Physiologie und Pathophysiologie der Universität Heidelberg.
Die Fragen stellten Alexandra Breunig und Rainer Ebert. (more…)
Katharina Blesch interviews Prof. Dr. Marc Bekoff
Marc Bekoff is one of the leading behavioral-scientists. As ethologist he illustrates the emotional lives of animals and makes it an issue of scientific and public discussion. His work contributes to the better understanding of animals as our fellow beings and is, hence, of major importance for animal ethics.
Blesch: At what point in your life did you understand that you want to become an ethologist and work together with animals?
Bekoff: When I was a young child – my parents told me I always asked what animals were thinking and what they were feeling.
Blesch: What is the biggest mistake humans commit in the relation with other animals? Is our way of watching and describing them too rational, i.e. lacking of sympathy and emotions, or too irrational, i.e. a result of speciecism?
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Am 29. November 2006 veranstaltete die Interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft Tierethik in Kooperation mit der Interfakultären Biomedizinischen Forschungseinrichtung der Universität Heidelberg einen Vortrag zum Thema “Tierschutz und Wissenschaft Hand in Hand: Das 3R-Prinzip”. Referent war PD Dr. med. vet. Franz P. Gruber, Präsident der schweizerischen Dorenkamp-Zbinden-Stiftung, Chefredakteur des Periodikums ALTEX (Alternatives to Animal Experimentation) und Privatdozent der Universität Konstanz. Jürgen Schneele nutzte die Gelegenheit, um Herrn Dr. Gruber einige Fragen zu seiner Arbeit und zum Tier in der Forschung zu stellen. (more…)
Dr. Eugen Drewermann im Interview mit Alexander Zehmisch.
Drei Fragen ausgehend von Eugen Drewermanns neuester Buchveröffentlichung „Atem des Lebens. Das Gehirn. Moderne Neurologie und die Frage nach Gott“ (erschienen im September 2006). (more…)